Franz Liszt

La Campanella

Erklärt nach der 5-4-3-2-1-Methode

Dauer: ca. 5 Minuten
Gattung: Etüde
Entstehungszeit: 1838
Uraufführung: Unbekannt (Erstveröffentlichung 1838)

Inhaltsverzeichnis

Liszts La Campanella in 5 Sätzen

In der Klavieretüde La Campanella („Das Glöckchen“) von Franz Liszt hat man es eigentlich mit gleich zwei Meistern ihres Fachs zu tun: Im Mittelpunkt steht nämlich ein musikalisches Thema, das vom virtuosen „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini stammt, aber von Liszt auf das Klavier übertragen wurde. Liszt war so begeistert von Paganinis Virtuosität und Ausdrucksstärke auf der Geige, dass er gleich einen ganzen Etüdenzyklus für Klavier auf der Grundlage von Paganinis Themen schrieb. Von diesen insgesamt sechs „Grandes Etudes de Paganini“ ist La Campanella die dritte. Liszts La Campanella ist extrem beliebt als Zugabe.

Hinweis: Dieses Werk gehört zu den Top 100 Klassische Musik.

4 Highlights aus Liszts La Campanella

Highlight 1: Gewaltige Sprünge

Liszts La Campanella dauert zwar nur ca. 5 Minuten, fordert dem Pianisten technisch aber Einiges ab… Eben deshalb ist es eine Etüde. Los geht es mit gewaltigen Sprüngen in der rechten Hand…

Highlight 2: Triller

…über Triller…

Highlight 3: Läufe

…und Läufe (die übrigens besonders eklig zu spielen sind, weil fast nur die schwächeren Finger einer Hand daran beteiligt sind)…

Highlight 4: chromatische Oktav-Läufe

…bis hin zu chromatischen Läufen in Oktaven:

3 Fragen und Antworten zu Liszts La Campanella

Frage 1: Aus welchem Werk von Paganini stammt das Thema von La Campanella?

Es handelt sich um ein Thema aus dem letzten Satz von Paganinis 2. Violinkonzert.

Frage 2: Warum heißt die Etüde „Glöckchen“?

In Paganinis Original gibt es eine Handglocke, die zur Unterstützung der Harmonien immer wieder geläutet wird.

Frage 3: Wann lernten sich Liszt und Paganini kennen?

Liszt traf Paganini im Jahr 1831 zum ersten Mal – und war von Anfang an schwer beeindruckt.

2 empfehlenswerte Aufnahmen von Liszts La Campanella

Aufnahme 1: Yoav Levanon (live, 2022)

Yoav Levanon spielte Liszts La Campanella im Sommer 2022 in stimmungsvoller Open-Air-Atmosphäre:

Aufnahme 2: Valentina Lisitsa (live, 2008)

Die Videoqualität dieser Aufnahme ist zwar nicht die beste, aber die Klarheit von Valentina Lisitsas Klaviertechnik kommt auch so gut rüber:

1 Zitat zu Liszts La Campanella

Ohne Fantasie keine Kunst.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Orsolya

    Hallo ich lerne gerade La Campanella. Muss man da ein Pedal nutzen oder nicht unbedingt. Danke!

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