Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Nussknacker-Suite

Erklärt nach der 5-4-3-2-1-Methode

Dauer: 25 Minuten
Gattung: Suite
Entstehungszeit: 1891
Uraufführung: 07. März (jul.) / 19. März (greg.) 1892 (Sankt Petersburg)

Inhaltsverzeichnis

Tschaikowskis Nussknacker-Suite in 5 Sätzen

In der Nussknacker-Suite stellte Pjotr Iljitsch Tschaikowski acht besonders gelungene Sätze aus seinem beliebten Ballett Der Nussknacker zusammen. Die Arbeit an der Nussknacker-Suite wurde allerdings vor der Fertigstellung des gesamten Balletts abgeschlossen. Daraus ergab sich die Möglichkeit, die Suite vor dem eigentlichen Ballett aufzuführen, um die Reaktion des Publikums schon einmal zu „testen“. Entsprechend dirigierte Tschaikowski die Uraufführung der Suite bereits ein halbes Jahr vor der Uraufführung des eigentlichen Balletts. Die acht Sätze der Nussknacker-Suite sind heute die bekanntesten Teile des Balletts (und die vermutlich bekanntesten Stücke Tschaikowskis), was damit zu tun hat, dass die nur 25-minütige Suite oft als Bestandteil eines Konzerts gespielt wird.

Hinweis: Dieses Werk gehört zu den Top 100 Klassische Musik.

4 Highlights aus Tschaikowskis Nussknacker-Suite

Highlight 1: Ouverture miniature

Tschaikowski beginnt seine Suite mit einer „Ouverture miniature“ – einer „Mini-Ouvertüre“:

Highlight 2: Tanz der Zuckerfee

Eigentlich sind alle Tänze der Nussknacker-Suite so bekannt, dass es schwierig ist, einzelne herauszugreifen. Ein ewiger „Evergreen“ ist zum Beispiel der Tanz der Zuckerfee:

Highlight 3: Chinesischer Tanz

Im mittleren Segment der Nussknacker-Suite lässt Tschaikowski Tänze in drei verschiedenen Nationalstilen erklingen. Neben einem russischen und einem arabischen gibt es auch diesen chinesischen Tanz:

Highlight 4: Blumenwalzer

Bei so vielen Tänzen darf natürlich auch ein Walzer nicht fehlen – in Tschaikowskis Fall ist es ein Blumenwalzer:

3 Fragen und Antworten zu Tschaikowskis Nussknacker-Suite

Frage 1: Welche Teile hat die Nussknacker-Suite?

1) Ouverture miniature („Mini-Ouvertüre“)
2) Marche (Marsch)
3) Danse de la Fée Dragée (Tanz der Zuckerfee)
4) Danse russe Trepak (Russischer Tanz)
5) Danse arabe (Arabischer Tanz)
6) Danse chinoise (Chinesischer Tanz)
7) Danse des mirlitons (Tanz der Rohrflöten)
8) Valse des fleurs (Blumenwalzer)

Frage 2: Wurde Tschaikowskis Nussknacker-Suite in anderen Kontexten verwendet?

Ja. Tschaikowskis Nussknacker-Suite ist eine beliebte Filmmusik, zum Beispiel im Disney-Film „Fantasia“.

Frage 3: Was ist besonders an Tschaikowskis Nussknacker-Suite?

Hervorzuheben ist vor allem der Einsatz der Celesta im Tanz der Zuckerfee. Die Celesta sieht einem Klavier ähnlich, produziert aber einen Klang, der an Glöckchen erinnert. Tschaikowski lernte dieses Instrument im Sommer 1891 in Paris kennen – und verwendete es auf prominente Art im Tanz der Zuckerfee.

2 empfehlenswerte Aufnahmen von Tschaikowskis Nussknacker-Suite

Aufnahme 1: Sinfonia Rotterdam, Conrad van Alphen (Live, 2014)

Conrad van Alphen arbeitet in dieser Aufführung mit der Sinfonia Rotterdam die feinsten Facetten aus Tschaikowskis Musik heraus, auch, indem er viele Tempi etwas langsamer nimmt, als man es vielleicht gewohnt ist:

Aufnahme 2: Slowakische Philharmonie, Michael Halasz (Studio, 1988)

Eine etwas ältere Studioeinspielung stammt von der Slowakischen Philharmonie unter der Leitung von Michael Halasz:

1 Zitat zu Tschaikowskis Nussknacker-Suite

Von Tschaikowskys drei Balletten (…) ist Nussknacker das Beste, seine Musik freilich nicht für das normale Ballettpublikum.

Kritik zum „Nussknacker“ in der russischen Zeitung Peterburgskaya gazeta (am 09. Dezember 1892)

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